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Archive for the ‘4. Lebensjahr’ Category

Turnen

Freitag, 13. Januar 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Auch Johann sollte im neuen Jahr Sport machen und ich stellte mir dabei Turnen vor: Rolle vorwärts/rückwärts, Bänkerutschen, kleine Konditions- und Geschicklichkeitsübungen sowas halt. Und bin bei meiner Recherche auf einen Verein gestossen, habe brav per Mail nachgefragt, ob denn ein fast Vierjähriger mitmachen könne , die Antwort kam recht zügig, ja aber man müsse sehen, wie er sich so anstellt. Nun ich dachte, ja das ist kein Problem, schließlich ist Johann ja ziemlich sportlich und flink.

Doch als wir in der Turnhalle waren stelle sich bei mir schnell das Gefühl heraus ups hier sind wir falsch. Jungs und Mädchen trainierten getrennt, denn Jungs turnen beim TURNEN ja auch etwas anderes und das sind keine lustigen Bodenübungen, wie in meiner Erinnerung. Nein, dass war ganz klassisch kühles Hängen am Barren und Reck! Oh Schreck! Johann machte ganz brav mit ging zusammen mit der Trainerin zum Barren, ging in den Stütz, ließ sich korigieren, guckte gradeaus, dann ließ die Kraft nach und er war fertig, setzte sich auf die Bank. Nach zehn Minuten war er wieder an der Reihe, wieder das Gleiche, das ging dann noch so viermal.

Conrad und ich langweilten uns inzwischen am Rand. Johann hielt durch… dann kam das Reck. Und er sollte eine Vorwärtsrolle machen, ging nicht er ließ immer los, dann war für ihn Schluß – zum Glück.

Die Trainerin meinte, er ist noch zu jung, aber er könne gerne wiederkommen, wenn er fünf ist. Ich glaube nicht, dass er das will…

Ich empfand das Training als unglaublich langweilig und freudlos und nur auf Leistung getrimmt. Es war eine unglaubliche Routine während der gsnzen Zeit, die Trainerin sagte kaum was und trotzdem wusste jeder was zu tun war. Wir suchen dann mal weiter!

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Kategorien:4. Lebensjahr, Johann

so Tage,

Samstag, 26. November 2011 3 Kommentare

Schon vor gut einer Woche passierte es. Ich fuhr mit Johann hinten im Fahrradsitz nach Haus. Dooferweise geriet die an den Lenker gehängten Einkäufe in die Speichen des Fahrrades, blöderweise stürtzten wir ordentlich. Ich konnte mich noch abfangen, doch der arme Johann knallte mit dem Gesicht auf die Straße und schrieh und blutete. Das passierte fünf Meter vor der Haustüre. Schnell hoch, Johanns Mund war voller Blut und er zitterte am ganzen Leib. Also schnell nur Kinderrettungsstelle ins Krankenhaus. Unterwegs beruhigte er sich ein wenig. Die Rettungsstelle wie immer voller Leute, es kam zu einer kurzen Erstversorgung, Johann durfte sich auf eine Liege legen und wurde an einem Monitor angeschlossen, während ich für Unterhaltung sorgte und ihm den Mund sauber wischte. Nach einer Stunde schaute sich die Ärztin Johann genauer an, schrieb einen Bericht und schickte uns zu den MKG. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, Johann hatte seinen Charme wieder und bezauberte. Auf dem Zahnarztstuhl saß Johann dann als der Cirug meinte, das der Kiefer über den oberen Zähnen offen sei und dass man das nähen müsste – am besten sofort und ob ich denke, dass Johann das mitmacht.Wusste ich doch auch nicht, da er aber beim Zahnarzt immer ganz ruhig sitzt, wurden dann nur mit örtlicher Betäubung im das Zahnfleich wieder zugenäht und er war dabei ungleublich tapfer.

Sauer wurde er nur, als er erfuhr, dass er die Tüte Bonbons nocht gleich essen kann, sondern sich 2 Tage lang von Suppe und Brei ernähren soll.

Das Wochenende verging und Johanns Zustand war eigtlich immer noch schlecht, er fieberte bei 39,6, aß auch keine Suppe und hatte morgens ein verquollenes Gesicht. Uns war igendwann klar, dass kam nicht von dem Unfall. Also am Montag wieder zum Arzt. Zum Glück das Zeitfenster mit Null-Warten erwischt – die dicken Augen sprechen für eine EBV, Pfeifferisches Drüsenfieber mit einer dicken Angina. Das hieß jetzt eine Woche Zwangspause für uns beide, was eigentlich ganz nett war, mal abgesehnen von den zum Krankheitsbild gehörenden Stimmungsschwankungen. Man denkt man hat wieder sein nörgldes Kleinkind zurück. Und im Gegenteil zu Conrad der zu seinen Pfeiferszeiten 3 Stunden schlief (dem Archiv sei Dank), hat Johann das nur 2 Tage und kürzer in Anspruch genommen. Dafür aber die Tage nöglig auf der Couch gesessen und ein ordentliches Animationsprogamm wartent.

Kindermund-Schnipsel

Donnerstag, 21. April 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Ich sitze mit den Kindern auf dem Sofa und will nach dem Vorlesen mehrerer Bücher endlich mal ein bißchen meine SOnntagszeitung lesen, was ich den kindern erzähle. Schnappe mir die Zeitung und lese still vor mich hin.

Johann: „Mama, Du liest ja gar nicht.

Ich: „Doch, natürlich, wieso soll nicht denn nicht lesen?

Johann: „Aber lesen geht anders-“

Ich: „Ja? Wie denn?

Johann: „Na so: Blablalblalabablablbalbalabla“

Aha

*******

Johann ist ganz stolz, dass er im Kindergarten den Papagei als Zeichen hat. Nun hatte ich ihn zum Geburtstag einen kleinen Stoff-Papagei geschenkt, der uns beim Aufräumen in die Hände fiel.

Johann: „Den hast du mir zum Geburtstag geschenkt, Mama.“

Ich: „Der ist schön, oder?

Johann: „Ja, das ist mein Name.

Hier schaltet sich nun Conrad ein: „MAMA, ich möchte KEINE Schnecke zum Geburtstag.“

Ja mein Kind; Conrad mag sein Zeichen nicht so, merkt man.