**** – Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa

Lob der StiefmutterAus der Amazon.de-Redaktion
Mario Vargas Llosa schreibt einen wunderbar leichten, erotischen Roman und stört sich nicht an Tabus. Don Rigoberto ist ein glücklicher Mann. Zu seiner zweiten Ehefrau erwählte er sich die sinnliche und höchst verführerische Doña Lukrezia. Gemeinsam geben sie sich Nacht für Nacht mit nicht enden wollender Leidenschaft erotischen Liebesspielen hin.

Alles könnte immer so bleiben, wäre da nicht Alfonso, genannt Foncho oder Fonchito. Der kleine Sohn Don Rigobertos, mit blonden Locken und großen Unschuldsaugen, beginnt, seine Stiefmutter nicht nur platonisch zu begehren und gelangt in diesem Haus aufgeladener Fantasien alsbald zum Ziel…

Der Lateinamerikaner Mario Vargas Llosa schrieb sich bisher vor allem mit ernsten Romanen in die Annalen der Weltliteratur. Nicht allein deshalb mag dieses sinnliche Kabinettstück Lob der Stiefmutter viele angestammte Leser verblüffen. Denn überraschend ist tatsächlich, wie leichtfüßig tabulos Llosa den Leser verführt, wie augenzwinkernd gescheit er die Liebesspiele inszeniert und welch wunderbare Literatur er dabei zu komponieren imstande ist. –Jana Hensel

Kritik von mir: Böse Schiefmütter sind in der Literatur hinreichend bekannt, aber böse Stiefsöhne? Llosa führt uns anhand von bekannten, meist erotisch angehauchten Gemälden in die Geschichte zwischen Don Rigoberto und Doña Lukrezia ein. Abends, wenn sich die Eheleute im Bett liegen nimmt Rigoberto eine „andere Gestalt“ an, solang bis seine Frau zu ihm sagt: „Frag mich, wer ich bin“. Doch noch jemand scheint scheint „Königin Lukrezia“ zu lieben – der Sohn von Rigoberto entdeckt die Liebe zu seiner Stiefmutter. Und sie kann dem Drängen des Jünglings nicht lange Stand halten…

Die Gemälde zu den Geschichten finden sich praktischerweise gleich im Buch, so das man nicht wiki oder Google bemühen muss. Und so liest sich das Büchlein leicht hinweg, ich habs nicht verschlungen – aber ich war gespannt auf das Ende – und das ist doch recht überraschend. Leichte Erotik in kurze Kapitel gepackt – nett als Einschlaflektüre.

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  1. Sonntag, 29. Juli 2007 um 18:03

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