*** – 19 Minuten

19minutenAus der Amazon.de-Redaktion
Lacy Houghton hat es eilig. Soeben hat sie erfahren, dass es an der High School ihres Sohnes Peter im beschaulichen Sterling in New Hampshire ein Massaker gegeben haben soll. Ein Amokläufer hat zehn Schülerinnen und Schüler in den Tod gerissen. Jetzt will Lacy wissen, ob Peter eines der Opfer ist. Als ein Mädchen seinen Namen nennt, fragt sie, wo sie Peter Houghton finden kann. Und das Mädchen antwortet: „Er ist der, der schießt“. Für Lacy Houghton bricht eine Welt zusammen. Ebenso wie für den Rest des Ortes — und für Josie Cormier, die die Bluttat im Unterschied zu ihrem Freund Matt überlebt hat. In der Kindheit hat Josie die schützende Hand über Peter gehalten, wenn er in der Vorschule wieder einmal von seinen Kameraden gepiesackt wurde. Sie wäre eine perfekte Zeugin. Aber sie kann sich, wie sie sagt, an nichts erinnern…

Kritik von mir: Flott und spannend geschrieben. Und mit einem Ende, dass so nicht vorhersehbar war. Gut gefällt mir das Springen zwischen den Geschichten der unterschiedlichen Protagonisten und den verschiedenen Zeitschienen. Auch wenn ab und zu ein kleiner Träne-im-Knopfloch-Moment dabei ist, bleiben die Hauptfiguren unsympathisch. Auch hier wird das Klischee bedient, das ein Außenseiter zum Amokläufer wird, der unsportlich ist, gern am Computer hängt, „harte“ Musik hört und Waffen gegenüber, sagen wir mal, aufgeschlossen ist. Interessant wirds, wenn ihn der Verteidiger mit misshandelten Frauen vergleicht – er ist in ständiger Todesgefahr, wenn er in der Schule ist, ob er nun gerade gepisakt wird oder nicht. Deshalb die Angst, die Gegenwehr – der Amoklauf.

Die Geschichte ist gut, das Thema wurde recherchiert, doch ist man es leid immer wieder die gleichen Stereotypen vorgesetzt zu bekommen (das lässt es aber gut hinter einander weg lesen), denn kein Klischee wird ausgelassen. Die Antwort auf ein „Warum“ kann die Autorin auch nicht geben, da zu viele Facetten in eine solch tragische Geschichte hinein spielen, und um nicht ins Klischee zu verfallen ist doch jeder auf seine Weise besonders, kann man die Amokläufer nicht über einen Kamm scheren.

Die blödeste Idee hebt sie sich aber bis zum Schluss auf, als eine der Hauptpersonen (Alex) schwanger wird: „nicht als Ersatz für die Tochter…,… sondern das dieses Kind vielleicht die Rettung für sie alle war…

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