Startseite > Auch das noch..., Conrad, Mobil > Der Jungfernsprung

Der Jungfernsprung

Die Burgruine von Oybin hat nicht nur Maler inspiriert, auch sonst rankt sich so manche Sage um den Berg:

Eduard Dietrich
Der Jungfernsprung auf dem Oybin

Es war einmal ein Jungfräulein
Aus einem nahen Städtchen,
Die war so nett, so zart und fein,
Es war ein hübsches Mädchen!

Die ging einst nach dem Oybin hin,
Um sich dort umzuschauen.
Auch wollte sie mit frommem Sinn
Im Kirchlein sich erbauen.

Dort sah das schöne Jungfräulein
Ein junger Mönch aus Schwaben.
Der glaubt‘ es wär‘ ein Engelein
Und wollte es gleich haben.

Das Jungfäulein erschrack [!]gar sehr
Und machte sich von hinnen.
Der Mönch jedoch lief hinterher,
Als wär‘ er nicht bei Sinnen.

Und fort ging es im schnellsten Lauf.
Da plötzlich Halt sie machte,
Ein jäher Abgrund that sich auf,
Doch resolut sie dachte:

„Ach was, nur Muth, bald ist’s gethan,
Ich spring hinab zu Erden.
Ich hab‘ ja einen Reifrock an,
Das kann so schlimm nicht werden!“

Und kaum gedacht, war sie auch schon
Hinab mit einem Satze.
Der liebestolle Klostersohn
Zerkratzte sich die Glatze.

Dem Jungfräulein der Sprung gelang,
Sie eilte rasch nach Hause. –
Der Mönch schlich sich mit leisem Gang
In seine stille Klause.

Auch Conrad ließ sich inspirieren und schmetterte eines seiner Lieblingslieder:


Advertisements
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: