Schick mit Hemd
18 06 2008Kommentare : 1 Kommentar »
Kategorien : Conrad, Johann, Photo
Diesen Sonntag waren wir bei der Brandenburger Landpartie. Und sitzen im Käsehof in Flatow bei Kuchen und Kaffee, als Conrad auf die Toilette geht. Er macht die Tür zu und wir beide denken `sollen wir mit? ihm helfen, nein er ist ja schon groß` - `nein, dass schafft er` und bleiben sitzen, und sitzen und sitzen… Eine Frau will auch auf diese Toilette und sie bleibt draußen stehen. Ist er denn immer noch nicht fertig, denkt der Vater, sonst geht doch das schneller denkt die Mutter. Sebastian steht auf und will nachsehen. Geht zur Tür und drückt, doch die Tür öffnet sich nicht. EINGESCHLOSSEN!! Super, das Kind wird aufgefordert die Tür aufzuschließen, das Kind weigert sich und möchte erstmal das WC putzen. Die ersten Leute werden aufmerksam. Ich komme hinzu und wir fordern gemeinsam auf die Toilette zu öffen. Conrad weigert sich weiterhin und putzt weiter. Ein Mitarbeiter des Cafes kommt mit einem Schlüssel, da aber auch ein Schlüssel inne steckt geht der nicht. Kind wird wiederholt aufgefordert den Schlüssel zu drehen oder ihn herauszuziehen oder beides. Kind begreift so langsam, dass es sich in einer misslichen Lage befindet und will mithelfen. Das gelingt leider nicht - Conrad wird leicht wütend. Es bildet sich eine kleine Menschentraube um uns - die guten Ratschläge kommen nun sekundenweise. Wir versuchen die Bolzen aus der Türangel zu bekommen - das gelingt uns leider nicht. Das Kind bekommt nochmal den Ratschlag wie die Türe zu öffen sei - ohne Erfolg; Conrad wird richtig wütend und bekommt einen Anfall. Der Behälter mit den benutzen Papiertaschentüchern fliegt durch die Gegend und wird großzügig im Raum verteilt.
So langsam fließen Tränen, aber wir sind dem Ziel noch keinen Schritt näher. Zusammen mit der Wirtin des Cafes nehmen wir den Lüftungsschutz aus der Türe jetzt sieht uns Conrad auch besser. Vorher hatte er immer nur danach getreten. Tanja erkundigt sich nach Conrad und bietet ihm zu Trinken an, er bekommt ein Sitzkissen. Ein paar Worte zu Beruhigung fallen. Ich nehme Conrads Händchen und streichle ihn ein bißchen. Er ist immer noch ein bißchen bockig und meint dass er das nicht schafft. Von Tanjas Tochter wird ein kleines Glücksschwein hereingereicht, an das sich nun das Kind klammert.
Die Vorschläge reichen nun von Polizei, feuerwehr, Schlüsseldienst und Scheibeeinschlagen. Die vielen anwesenden Kinder erzählen uns von ihren Erlebnissen mit verschlossenen Türen. Conrad wäscht sich erstmal die Hände. Die sind nun nass und ich denkemit nassen Händen bekommt er doch die Tür überhaupt nicht auf und forder ihn auf sich die Hände ganz trocken zu machen. Erst wilde Verzweiflung, dann doch trockene Hände und ein quasi letztes Anfeuern bevor die Fensterscheibe eingeschlagen werden soll und ich höre nun ein “Schnapp”, rüttle an der Tür, nein nichts. Noch mal aufmunternde Worte “Du schaffst das, das musst Du mal ganz allein hinbekommen, ich kann Dir nicht helfen, versuchs noch mal”. “Schnapp” und die Tür ist offen.
Nach einer guten Stunde habe ich meinen Conrad wieder und sage ihm wie toll er das gemacht hat, das mit dem aufschließen und wie blöde dieses Zuschließen war. Er war auch ganz glücklich und fühlte sich wie ein kleiner Held.
Dieser Artikel wird noch geschreiben, aber ich will erst den nachfolgenden Schreiben und den muss ich dann mit diesen verlinken.
Es war wirklich jede Menge los in Berlin an diesem Wochenende, aber uns lockte das Brandenburger Land mit seiner Landpartie. Schon zum 14.Male öffnen sich Bauernhöfe und Molkereien der Öffentlichkeit und hat ein Wochenende Zeit Landluft zu schnuppern.
Das erste Gut auf dem wir waren war der Hof Grüneberg; das war dann eher eine Dorfdisko - und die mag auch ihre Freunde haben, nur wir gehören nicht dazu. Immerhin wurde viel geboten, Ponyreiten (Conrad: nein, das Pferd ist zu groß), Kinderschminken (Conrad: nein, will ich nicht), Melkwettbewerb (auch nicht das richtige), Hüpfen (nur wenn keine anderen Kinder dabei sind - die anderen Hüpfen immer so). Das ganze wurde dann noch beschallt mit Roland, und Roger, und Andrea und die anderen kenne ich nicht - es war laut.
Dann zogen wir weiter die Kinder schliefen beide im Auto ein und verpaßten so das Scheunenviertel in Kremmen. Daschauten wir nur kurz vorbei, da esfür uns nichts interessantes zu entdecken gab und es sich lohnen musste, schlafende Hunde zu wecken. Als wir weiterfuhren entdeckten wir, das es noch ein Miniquardrennen gab.Ja schade, Conrad aber wir erzählen Dir das jetzt einfach nicht.
Unsere nächste und letzte Station war die Käserei in Flatow. Der nett gestaltete Hof gefiel uns am besten auch wenn sich die meisten der Ziegen jenseits des Besucherstromes tummelten, so war es doch genau das was wir uns so vorgestellt hatten. Der kleine Laden bot leckeren Ziegenkäse (schade nur, das der meiste bereits weggekauft war) und das Cafe Käsekuchen aus Ziegenmilch der so leicht und lufftig war und so allen sehr gut schmeckte und wir die letzten beiden Stücken bekamen. Um 16.00 Uhr sollte die Hofführung stattfinden, davor wollte Conrad nochmal auf die Toilette und dann passierte das. Und für uns gab es keine Hofführung.
Sebastian hat dieses tolle Buch zum Geburtstag bekommen. P. Wächter zeichnet realitätsnah und augenzwinkernd das Zusammenspiel von einem Vater mit seinem Sohn.
Darin ist folgende Karikatur, ich hoffe ich darf das jetzt mal so verwenden, für Ami und natürlich für alle anderen mit einem ganz besonderen Kind:
Conrad:”Was machst Du denn wenn ich in der Kita bin?”
Conrad: “Mama, Du heißt gar nicht Mama, Du heißt Corinn.“
Jedes Jahr im Mai treffen sich Sebastians Verwandte, die von Bernhard Störzner abstammen. Auf dem Friedhof in Scheiditz wurde am Samstag eine Erinnerungsstätte für den Heimatforscher Friedrich Bernhard Störzner von seiner Oma Brigitte eingeweiht.
Seit ein paar Tagen sind wir beim berühmt berüchtigten “Warum?”
Warum? Ich habe keine Ahnung!
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