so Tage,
Schon vor gut einer Woche passierte es. Ich fuhr mit Johann hinten im Fahrradsitz nach Haus. Dooferweise geriet die an den Lenker gehängten Einkäufe in die Speichen des Fahrrades, blöderweise stürtzten wir ordentlich. Ich konnte mich noch abfangen, doch der arme Johann knallte mit dem Gesicht auf die Straße und schrieh und blutete. Das passierte fünf Meter vor der Haustüre. Schnell hoch, Johanns Mund war voller Blut und er zitterte am ganzen Leib. Also schnell nur Kinderrettungsstelle ins Krankenhaus. Unterwegs beruhigte er sich ein wenig. Die Rettungsstelle wie immer voller Leute, es kam zu einer kurzen Erstversorgung, Johann durfte sich auf eine Liege legen und wurde an einem Monitor angeschlossen, während ich für Unterhaltung sorgte und ihm den Mund sauber wischte. Nach einer Stunde schaute sich die Ärztin Johann genauer an, schrieb einen Bericht und schickte uns zu den MKG. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, Johann hatte seinen Charme wieder und bezauberte. Auf dem Zahnarztstuhl saß Johann dann als der Cirug meinte, das der Kiefer über den oberen Zähnen offen sei und dass man das nähen müsste – am besten sofort und ob ich denke, dass Johann das mitmacht.Wusste ich doch auch nicht, da er aber beim Zahnarzt immer ganz ruhig sitzt, wurden dann nur mit örtlicher Betäubung im das Zahnfleich wieder zugenäht und er war dabei ungleublich tapfer.
Sauer wurde er nur, als er erfuhr, dass er die Tüte Bonbons nocht gleich essen kann, sondern sich 2 Tage lang von Suppe und Brei ernähren soll.
Das Wochenende verging und Johanns Zustand war eigtlich immer noch schlecht, er fieberte bei 39,6, aß auch keine Suppe und hatte morgens ein verquollenes Gesicht. Uns war igendwann klar, dass kam nicht von dem Unfall. Also am Montag wieder zum Arzt. Zum Glück das Zeitfenster mit Null-Warten erwischt – die dicken Augen sprechen für eine EBV, Pfeifferisches Drüsenfieber mit einer dicken Angina. Das hieß jetzt eine Woche Zwangspause für uns beide, was eigentlich ganz nett war, mal abgesehnen von den zum Krankheitsbild gehörenden Stimmungsschwankungen. Man denkt man hat wieder sein nörgldes Kleinkind zurück. Und im Gegenteil zu Conrad der zu seinen Pfeiferszeiten 3 Stunden schlief (dem Archiv sei Dank), hat Johann das nur 2 Tage und kürzer in Anspruch genommen. Dafür aber die Tage nöglig auf der Couch gesessen und ein ordentliches Animationsprogamm wartent.

















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