Immer diese Entscheidungen

23 07 2008

Ich bin kurzsichtig, ziemlich sehr und schon recht lang. So um die fünf Dioptren und das seit der 5. Klasse. Damals wollte ich unbedingt eine Brille. Denn unsere Klassenbeste war ziemlich schlau und trug eine Brille. Ich war/bin auch schlau, bloß wollte es keiner so richtig wahr haben. Aber damit man besser erkennt, dass auch ich schlau bin musste eine Brille her. Ist ja schließlich DAS Merkmal aller klugen Leute. Begonnen habe ich bei lächerlichen 0,5 und 0,75 und einer sehr hässlichen Piloten-Tropfen-Brille aus Metalll. Dann kam eine aprikotfarbene aus Plaste, eine Nickelbrille aus dem Erblass, eine dunkelblau-getigerte von einer Messe, schließlich Kontaktlinsen und eine schwarze Ersatzbrille, die auch schon mal rosafarbene Gläser (wie Brad Pitt in “Schweine und Diamanten”) hatte, aber jetzt wieder farblos ist. Hinter mir liegen deshalb zahlreiche Augenarzt- und Optikerbesuche, wo ungefähr 100mal gefragt wird: “”1″ besser oder “2″ besser?”

So war es auch am Dienstag, ständig musste ich mich zwischen “1″ und “2″ entscheiden und wenn ich mich nach kurzer Weile entschieden hatte, fragte die Ärztin “oder ist es gleich?” Nun ich bin leider nicht unbedingt entscheidungsfreudig und auf diese Frage sage ich dann gern:”Könnten sie mir nochmal bitte “1″ zeigen?” So geht das dann ungefähr eine halbestunde lang, ich schwitze, denn die Entscheidungen beeinflussen ja meine weitere Kontaktlinsenstärke. Habe ich die richtige Wahl getroffen? Nun, irgendwann hatte diese Fragestunde endlich ein Ende - die Dioptrinzahl hat sich nicht viel verändert, aber leider leider meine Sehstärke, ich seh nicht mehr annähernd 100% leider, denn ich hab leichten grauen Star und mein Sehvermögen auf beiden Augen beträgt nun 80 %, das ist nicht schön. Das muss beobachtet und gegebenenfalls operiert werden. Wenn dann alles gut geht brauche ich keine Brille mehr (und sehe trotzdem scharf). Und bin auf jeden Fall schlauer





Hitzefrei!

3 07 2008

Guten Morgen! Heute sollen in Berlin 35 Grad werden. Nun wir sind vorbereitet. Conrad hat sich extra dafür angezogen. Gut, erwischt, das Bild ist schon zwei Tage her, aber da war es auch heiß und es war ein Spaß. Aber heute früh gab es schon den ersten Trotzanfall, weil er keinen Pullover(!) anziehen durfte. :-0

Die Scharte stammt übrigens vom Wochenende in Scharnebeck und Schwarzenbek. Das Kind auf dem Laufrad probierte ein paar neue Tricks, dann kam ein Stück, da war Sand auf der Fahrbahn, der wie Rollsplit wirkte und plumps fiel der Conrad. Direkt auf seinen Mund. Tat natürlich höllisch weh und ich mit einem blutenden Kind erstmal zum nächsten Haus. Die Frau, die öffnete war sehr hilfsbereit und ließ uns rein, gab uns ein Handtuch, brachte Arnikakügelchen, Kühlpads und später sogar noch Eis. Das war großartig und ich konnte mich nur bedanken und hinterließ ein vollgeblutetes Handtuch und eventuell noch Flecken auf den Fliesen. Danke für die Hilfe!

Aber sie heilt schnell und Conrad läßt sie zum Glück auch heilen und pullt nicht ständig daran herum.





Schlüsselerlebnis

15 06 2008

Diesen Sonntag waren wir bei der Brandenburger Landpartie. Und sitzen im Käsehof in Flatow bei Kuchen und Kaffee, als Conrad auf die Toilette geht. Er macht die Tür zu und wir beide denken `sollen wir mit? ihm helfen, nein er ist ja schon groß` - `nein, dass schafft er` und bleiben sitzen, und sitzen und sitzen… Eine Frau will auch auf diese Toilette und sie bleibt draußen stehen. Ist er denn immer noch nicht fertig, denkt der Vater, sonst geht doch das schneller denkt die Mutter. Sebastian steht auf und will nachsehen. Geht zur Tür und drückt, doch die Tür öffnet sich nicht. EINGESCHLOSSEN!! Super, das Kind wird aufgefordert die Tür aufzuschließen, das Kind weigert sich und möchte erstmal das WC putzen. Die ersten Leute werden aufmerksam. Ich komme hinzu und wir fordern gemeinsam auf die Toilette zu öffen. Conrad weigert sich weiterhin und putzt weiter. Ein Mitarbeiter des Cafes kommt mit einem Schlüssel, da aber auch ein Schlüssel inne steckt geht der nicht. Kind wird wiederholt aufgefordert den Schlüssel zu drehen oder ihn herauszuziehen oder beides. Kind begreift so langsam, dass es sich in einer misslichen Lage befindet und will mithelfen. Das gelingt leider nicht - Conrad wird leicht wütend. Es bildet sich eine kleine Menschentraube um uns - die guten Ratschläge kommen nun sekundenweise. Wir versuchen die Bolzen aus der Türangel zu bekommen - das gelingt uns leider nicht. Das Kind bekommt nochmal den Ratschlag wie die Türe zu öffen sei - ohne Erfolg; Conrad wird richtig wütend und bekommt einen Anfall. Der Behälter mit den benutzen Papiertaschentüchern fliegt durch die Gegend und wird großzügig im Raum verteilt.

So langsam fließen Tränen, aber wir sind dem Ziel noch keinen Schritt näher. Zusammen mit der Wirtin des Cafes nehmen wir den Lüftungsschutz aus der Türe jetzt sieht uns Conrad auch besser. Vorher hatte er immer nur danach getreten. Tanja erkundigt sich nach Conrad und bietet ihm zu Trinken an, er bekommt ein Sitzkissen. Ein paar Worte zu Beruhigung fallen. Ich nehme Conrads Händchen und streichle ihn ein bißchen. Er ist immer noch ein bißchen bockig und meint dass er das nicht schafft. Von Tanjas Tochter wird ein kleines Glücksschwein hereingereicht, an das sich nun das Kind klammert.

Die Vorschläge reichen nun von Polizei, feuerwehr, Schlüsseldienst und Scheibeeinschlagen. Die vielen anwesenden Kinder erzählen uns von ihren Erlebnissen mit verschlossenen Türen. Conrad wäscht sich erstmal die Hände. Die sind nun nass und ich denkemit nassen Händen bekommt er doch die Tür überhaupt nicht auf und forder ihn auf sich die Hände ganz trocken zu machen. Erst wilde Verzweiflung, dann doch trockene Hände und ein quasi letztes Anfeuern bevor die Fensterscheibe eingeschlagen werden soll und ich höre nun ein “Schnapp”, rüttle an der Tür, nein nichts. Noch mal aufmunternde Worte “Du schaffst das, das musst Du mal ganz allein hinbekommen, ich kann Dir nicht helfen, versuchs noch mal”. “Schnapp” und die Tür ist offen.

Nach einer guten Stunde habe ich meinen Conrad wieder und sage ihm wie toll er das gemacht hat, das mit dem aufschließen und wie blöde dieses Zuschließen war. Er war auch ganz glücklich und fühlte sich wie ein kleiner Held.





Brandenburger Landpartie

15 06 2008

Dieser Artikel wird noch geschreiben, aber ich will erst den nachfolgenden Schreiben und den muss ich dann mit diesen verlinken.

Es war wirklich jede Menge los in Berlin an diesem Wochenende, aber uns lockte das Brandenburger Land mit seiner Landpartie. Schon zum 14.Male öffnen sich Bauernhöfe und Molkereien der Öffentlichkeit und hat ein Wochenende Zeit Landluft zu schnuppern.

Das erste Gut auf dem wir waren war der Hof Grüneberg; das war dann eher eine Dorfdisko - und die mag auch ihre Freunde haben, nur wir gehören nicht dazu. Immerhin wurde viel geboten, Ponyreiten (Conrad: nein, das Pferd ist zu groß), Kinderschminken (Conrad: nein, will ich nicht), Melkwettbewerb (auch nicht das richtige), Hüpfen (nur wenn keine anderen Kinder dabei sind - die anderen Hüpfen immer so). Das ganze wurde dann noch beschallt mit Roland, und Roger, und Andrea und die anderen kenne ich nicht - es war laut.

Dann zogen wir weiter die Kinder schliefen beide im Auto ein und verpaßten so das Scheunenviertel in Kremmen. Daschauten wir nur kurz vorbei, da esfür uns nichts interessantes zu entdecken gab und es sich lohnen musste, schlafende Hunde zu wecken. Als wir weiterfuhren entdeckten wir, das es noch ein Miniquardrennen gab.Ja schade, Conrad aber wir erzählen Dir das jetzt einfach nicht.

Unsere nächste und letzte Station war die Käserei in Flatow. Der nett gestaltete Hof gefiel uns am besten auch wenn sich die meisten der Ziegen jenseits des Besucherstromes tummelten, so war es doch genau das was wir uns so vorgestellt hatten. Der kleine Laden bot leckeren Ziegenkäse (schade nur, das der meiste bereits weggekauft war) und das Cafe Käsekuchen aus Ziegenmilch der so leicht und lufftig war und so allen sehr gut schmeckte und wir die letzten beiden Stücken bekamen. Um 16.00 Uhr sollte die Hofführung stattfinden, davor wollte Conrad nochmal auf die Toilette und dann passierte das. Und für uns gab es keine Hofführung.





Sohntage

14 06 2008

Sebastian hat dieses tolle Buch zum Geburtstag bekommen. P. Wächter zeichnet realitätsnah und augenzwinkernd das Zusammenspiel von einem Vater mit seinem Sohn.

Darin ist folgende Karikatur, ich hoffe ich darf das jetzt mal so verwenden, für Ami und natürlich für alle anderen mit einem ganz besonderen Kind:





werbinich?

24 05 2008

Im Tagesspiegel vom Freitag hat ein mutiger junger Autor den Selbstversuch gewagt EINE GANZE Woche OHNE Internet aus zukommen: Ob er überlebt hat? Lest selbst!





Es wird immer enger

16 03 2008

In dem Beitrag schreib ich ja schon wiederholt über unsere schlafsituation (drei in einem 1,40 breiten Bett). So nun ist noch einer dazu gekommen, das heißt jeder verfügt in der Breite über 35 cm Fläche, deshalb wird manchmal gestapelt und Johann liegt auf meinem Bauch.





Liebe Mutter Natur,

16 03 2008

ich finde es sehr schön von Dir, dass Du den ganz kleinen Kindern, die noch nicht so gut sehen können, einen ausgeprägten Geruchsinn mitgegeben hast, damit sie auch ihre Mutter ganz sicher finden. Aber weshalb soll mein Kind denken, dass ich ein Iltis bin?





Patschi?

12 03 2008

Kinder fordern uns heraus, das ist nichts Neues, aber irgendwie scheint mit diesem Artikel ein stein ins Rollen gekommen zu sein. Das Kind fordert - und wie reagieren wir? Eine spannende Diskussion, und mögliche Handlungsweisen. Auch ich bin strikt gegen irgendwelche Patschis, kann aber wie Ami so treffend schreibt nicht leugnen, aus Schreck einen Klaps verteilt zu haben. Aber ich bin erschrocken und entschuldige mich bei meinem Kind, denn ich möchte nicht das mein Kind haut und nur wenn ich versuche ihm ein Vorbild zu sein, kann das gelingen.

Conrad testet seine Grenzen mal wieder sehr aus, einen Tag denkt man “Was für ein Sonnenschein” und die nächsten Tage hat man einen “Höllenhund”. Wie bleibe ich konsequent und logisch? Vielleicht können die mir ja helfen?

- Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?  von Rudolf Dreikurs

- Kinder lernen aus den Folgen. Wie man sich Schimpfen und Strafen sparen kann  von Rudolf Dreikurs

Jemand aus der Leserschaft der seine Erfahrungen damit gemacht hat?





Schnief*

12 03 2008

So habe ich mir das nicht vorgestellt; ich hatte gedacht ich habe eine SUPER Gesundheit. Aber erst einen Darminfekt, dann das Wochenende schön mit 39,5 Grad Fieber verbracht und nun Herpes Bläschen. Jetzt darf ich meinen Süßen nicht küssen und irgendwie mit den Bläschen in Berührung bringen. Schnief*, hoffentlich sind die bald weg.

Dafür gibt es jetzt Bilder von Johann im Retrolook, den Strampler hatten schon mind. vier andere Kinder vor ihm an oder noch mehr (ich, mein Bruder und meine zwei Cousinen) aber immer noch tragbar.


Johann (3 Wochen)